20.08.2021

Wer bei der Auswahl von Unternehmensbeteiligungen und attraktiven Aktien sehr weit in die Zukunft zu schauen versucht, gerät leicht in die Gefahr, zu viel in deren aktuelle Bewertung einfließen zu lassen. Der Innere Wert als eine der zentralen Größen des Value Investings wird dann schnell zu hoch angesetzt und kann zu falschen Investmententscheidungen führen. „Besser ist es, die Zukunft zu diskriminieren und nicht zu viel Phantasie in die Bewertung mit einfließen zu lassen!“

Dafür plädiert jedenfalls Dr. Carl Otto Schill, der als früherer Unternehmer und langjähriger Geschäftsführer der Value Partnership Management GmbH die Anlagestrategie des auf europäische Small- und Midcaps ausgerichteten, 2015 aufgelegten Fonds Value Partnership verantwortet.

Derzeit scheint es vielen Marktteilnehmern eher egal zu sein, ob sie heute oder in Zukunft Geld verdienen, solange die Zinsen bei null stehen. Ein abschreckendes Beispiel ist trotz sehr gutem Geschäftsmodell der Uber Fahrdienst, der seit seiner Gründung rund 20 Milliarden Dollar verbrannt hat, auf absehbare Zeit keine Gewinne machen wird und dennoch für 80 Milliarden Dollar plus X an die Börse gebracht wurde. “So eine Aktie scheidet für uns aufgrund der überreizten Bewertung generell aus.”, erläutert Schill.

Nach dem ersten Schritt seines bewährten Ausleseprozesses für Beteiligungen des Fonds, in dem es um exzellente Geschäftsmodelle geht, folgt nämlich der zweite Schritt, bei dem gerade große und aktuell gehypte Unternehmen oft ausgesiebt werden. Aus der Analyse von Vermögen, aktueller Ertragskraft und zukünftiger Ertragskraft errechnet das Fondsmanagement den Innere Wert der Gesellschaft. Liegt dieser nicht deutlich unter dem aktuellen Börsenwert, kommt die entsprechende Aktie nicht ins Portfolio. “Mehrheitlich investieren wir daher in europäische Small- und Midcap Unternehmen die unter dem Radar des Kapitalmarkts sehr erfolgreich unterwegs sind.“

 

 

“Wenn es doch zu einem dauerhaften Zinsanstieg kommt, ist übertriebene Zukunfts-Euphorie nicht mehr viel wert.”

(Dr. Carl Otto Schill)

 

Hohe Sicherheitsmarge sorgt für geringere Risiken

Beim Einstieg muss die Sicherheitsmarge zwischen dem festgestellten inneren Wert und der Börsenbewertung wenigstens 30 Prozent betragen. Je stärker diese im Laufe der Zeit abgebaut wird oder gar völlig aufgebraucht ist, desto näher rückt dann auch eine Reduzierung der Beteiligung beziehungsweise der vollständige Verkauf. Die Haltedauer einer einzelnen Position kann sich vor diesem Hintergrund über viele Jahre erstrecken, solange die grundlegenden Bewertungsverhältnisse intakt bleiben. Dabei wird jedes Investment nicht zuletzt durch Gespräche des Fondsberaters mit den Entscheidern in den Unternehmen auch nach dem Einstieg eng und möglichst lange begleitet. Und einmal vorgenommene Einschätzungen werden im Lichte neuer Entwicklungen immer wieder angepasst.

 

„Die Rahmenbedingungen der Unternehmen sind so dynamisch geworden, dass eine seriöse Langfristprognose nicht mehr möglich ist. Deshalb muss ein Unternehmen schon in einem überschaubaren Zeitraum eine attraktive Bewertung aufweisen.“

 

Ausrichtung auf die wichtigsten Megatrends bestimmt die Auswahl im Fonds

Nach diesem ganz den 30-jährigen Erfahrungen als mittelständischer Unternehmer geschuldeten Investmentkonzept wird auch der Value Partnership-Fonds gemanagt. Dessen Schwerpunkt liegt auf Unternehmen, die als Marktführer in den Nischen der sogenannten Megatrends zu Hause sind oder von ihnen stark profitieren. Dazu zählen aktuell beispielsweise die Megatrends Digitalisierung, Nachhaltige Wertschöpfung und Demografischer Wandel. Deren Geschäftsmodell und langfristig absehbaren Kostenvorteile sind dabei für die Auswahl und systematische Zusammensetzung des Fondsportfolios entscheidend. Das über lange Jahre aufgebaute Netzwerk zu anderen Unternehmen, Family Offices und erfolgreichen Finanzakteuren kommt unterstützend hinzu.

Wie erfolgreich der Fonds damit war, verdeutlichen die aktuellen Kennzahlen: Dessen kumulierte Wertentwicklung seit Auflage (Oktober 2015) betrug 92,2 Prozent. Wer also gleich zu Beginn 10.000 EUR investiert hat, kann sich heute über ein Vermögen von mehr als 19.000 EUR freuen, wie der nachstehende Chart zeigt.

Value Partnership Fonds, DE000A14UV29 / Quelle: Morningstar, Anlagesumme 10.000 EUR


Fonds: Value Partnership – ISIN DE000A14UV29 (I) / DE000A14UV37 (P)
Gesellschaft: Value Partnership Management GmbH


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