23.09.2026

Der FU Fonds – Multi Asset der Heemann Vermögensverwaltung AG hat per Ende August seit Auflage 2008 mehr als 300 Prozent zugelegt. Hinter dem Track Record steht ein ungewöhnlich zusammengesetztes Fondsmanagement: vier Personen – zwei Frauen, zwei Männer, 38 Jahre Altersunterschied. In Deutschland sind laut aktuellen Auswertungen rund 5 bis 6 Prozent der Fondsmanager weiblich – beim FU Fonds ist es die Hälfte. Entscheidend ist für Heemann jedoch nicht die Quote an sich, sondern was unterschiedliche Erfahrungen für den Investmentprozess leisten: Widerspruch zulassen, blinde Flecken reduzieren und Risiken aktiv steuern. Diversifikation nicht nur im Portfolio, sondern auch im Team. Vorständin und Fondsmanagerin Miriam de Winder und Fondsmanagerin Sabine Knee haben wir dieselben Fragen gestellt.

DAS INTERVIEW

Zwei Frauen, zwei Männer, 38 Jahre Altersunterschied – haben Sie das so bewusst aufgebaut?

Miriam de Winder: Von Anfang an wollten wir kein Team, das sich gegenseitig bestätigt. Fehler entstehen im Fondsmanagement oft nicht durch mangelnde Analyse, sondern durch blinde Flecken. Wer denselben Hintergrund hat, sieht dieselben Chancen – und übersieht dieselben Risiken. Diversität ist für uns keine Kommunikationsmaßnahme. Sie ist Investmentlogik.
Deshalb bringt jeder von uns vier andere Expertisen in das Fondsmanagement ein.

Sabine Knee: Mein Hintergrund: Bankkauffrau, zertifizierte Wertpapier-Analystin, Certified Expert in Sustainable Finance. Vor Heemann habe ich als Geschäftsleitungsmitglied eines Rentenfonds-Initiators ein Analysten-Team geleitet – Bewertung und Auswahl verzinslicher Wertpapiere für zwei Fonds. Seit 2021 bin ich bei Heemann für die interne ESG-Kompetenz verantwortlich. Wenn vier Personen mit völlig unterschiedlichem Weg zur Finanzbranche zur selben Einschätzung kommen, ist das belastbarer als ein Urteil, das niemand in Frage stellt.

Können Sie ein Beispiel nennen, wo unterschiedliche Perspektiven im Team zu einer anderen Entscheidung geführt haben?

Miriam de Winder: Im dritten Quartal 2023 haben wir Technologiewerte auf rund 60 Prozent der Aktienquote übergewichtet. Die interne Diskussion war nicht kurz: Wie lange hält die KI-Bewertung? Wann drehen die Zinsen wirklich? Mitte 2024 haben wir sukzessive auf rund 30 Prozent zurückgefahren. Im Frühjahr 2026 lagen wir bei rund 79 Prozent Aktienquote – und haben sie bis auf 64 Prozent reduziert, nahe der Mandatsuntergrenze. Das ist nur ein Beispiel für klare Entscheidungen. Solche deutlichen Positionierungen kann man nur vornehmen, wenn man intern keine Einigkeit vortäuscht.

Sabine Knee: Wir steuern die Aktienquote in unruhigen Börsenzeiten auch z.B. über einen Nasdaq-Future. So können wir eine Brutto-Quote über diesen Overlay netto deutlich absenken – ohne die Positionen direkt zu verändern. Wann das sinnvoll ist, diskutieren wir im Team. Das war im vergangenen Jahr mehrfach Diskussionsthema im Team. Das gehört dazu.

Was ermöglicht Ihnen als unabhängige Boutique, was eine große Gesellschaft nicht könnte?

Miriam de Winder: Keine Zentrale, die Produktquoten vorschreibt. Keine internen Interessenkonflikte. Und: Alle Fondsmanager haben einen Teil des eigenen Vermögens im Fonds. Wer das eigene Geld drin hat, trifft andere Entscheidungen. Das ist keine Philosophie – das ändert, wie man abwägt.

Sabine Knee: Ich habe selbst zwei Fonds durch die Artikel-8-Einstufung begleitet – bei meinem vorherigen Arbeitgeber. Ich kenne die Konsequenzen: ein regulatorisches Label, das den Investmentspielraum einschränkt und Positionen ausschließt, die investmentlogisch sinnvoll wären. Bei Heemann betreiben wir Nachhaltigkeitsanalyse intern – ohne Label. Diese Entscheidung kann nur ein Haus treffen, das seinen Anlegern gegenüber keine anderen Interessen abwägt.

Frauen im Fondsmanagement sind selten. Was beobachten Sie auf Anlegerinnenseite?

Miriam de Winder: Ich bin seit 2020 bei Heemann verantwortlich für den Bereich Frauen und Finanzen – deshalb nehme ich auch Anfragen wie ntv-Auftritte wahr. Im November zu Einzelaktien-Investments, im Februar zu KI-Investitionen, im Juni zur Frage, ob eine Sommerkorrektur kommt. Was ich in vielen Gesprächen mit Anlegerinnen beobachte: Die Fragen drehen sich häufig sehr konkret um Risikomanagement und Entscheidungsprozesse. Nicht nur: Was hat die beste Performance? Sondern auch: Wie schützt der Fonds, wenn es mal nicht läuft?

Sabine Knee: Auch in meinen Gesprächen erlebe ich, dass Anlegerinnen wissen wollen, wie Entscheidungen entstehen – nicht nur, welches Ergebnis am Ende steht. Sie fragen nach der Methode und hinterfragen Produktunterlagen. Gerade bei einem Boutiquen-Fonds lässt sich dieser Prozess transparent erklären. Am meisten freue ich mich, wenn mir Anlegerinnen nach dem Gespräch sagen, dass sie endlich einmal ein Gespräch auf Augenhöhe hatten – das ist von Frau zu Frau einfacher zu erreichen.

Welche Zahl beschreibt den FU Fonds am treffendsten?

Miriam de Winder: 8,08 Prozent p.a. über zehn Jahre. Über die gesamte Laufzeit seit Oktober 2008 sind es 7,66 Prozent p.a. annualisiert. Was diese Zahlen nicht zeigen: wie viele Krisenzeiten da drinstecken – und dass jeder Fondsmanager eigenes Kapital im Fonds hält. Als Anleger erreichen Sie unser Managementteam direkt. Wir erklären, was wir kaufen, warum wir kaufen – und auch, warum wir verkaufen.

Sabine Knee: 19,7 Prozent Performance im laufenden Jahr, dass erklärt sich nicht von selbst. Wir machen Webinare, geben Interviews, sind telefonisch erreichbar. Vertrauen entsteht im Gespräch, nicht über Produktunterlagen.

FAZIT

Der Investment Case des FU Fonds – Multi Asset lässt sich nicht auf die Performance reduzieren. Der Fonds verbindet einen langfristigen Track Record mit sehr aktiver Steuerung der Aktienquote und einem Managementteam, das bewusst unterschiedliche fachliche und persönliche Perspektiven zusammenführt. Alle vier Fondsmanager sind selbst investiert – ein klares Zeichen der Interessengleichheit mit den Anlegern. Diversität ist dabei kein Selbstzweck: Sie soll Widerspruch fördern, blinde Flecken reduzieren und Anlageentscheidungen belastbarer machen. Für Anleger, die einen aktiv gesteuerten Multi-Asset-Fonds mit langem Track Record, konsequentem Risikomanagement, direktem Zugang zum Management und klarer Interessengleichheit suchen, entsteht daraus ein eigenständiges Profil.

 

Eine ausführliche, unabhängige Analyse zum FU Fonds – Multi Asset von Werner Lang gibt es bei DAS INVESTMENT:

https://www.dasinvestment.com/fu-multi-asset-fonds-heemann-vermoegensverwaltung-rendite-aktien/

 


Fonds: FU Fonds – Multi Asset Fonds – LU0368998240 (P) / LU1102590939 (I)
Gesellschaft: Heemann Vermögensverwaltung AG


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