Festgeld- und Anleihenzinsen enttäuschen viele Sparer, während Aktienmärkte nach jeder Krise neue Höchststände erreichen. Für Anleger mit einem vernünftigen Anlagehorizont bleibt die Aktie deshalb schwer zu ersetzen, vorausgesetzt, das Risiko wird aktiv gesteuert und nicht allein auf Kursgewinne gesetzt. MB Fund Max Global, ein 2005 aufgelegter Mischfonds (ISIN LU0230368945), verfolgt genau diesen Ansatz: aktive Einzeltitelauswahl statt Indexnähe, beraten von der MB Fund Advisory GmbH. Der Fonds verwaltet aktuell rund 62 Millionen Euro. Wie die Titelauswahl im Detail funktioniert, erklären Max Stillger und Thilo Müller gern im Vokabular des Fußballs. Kein aufgesetztes Stilmittel: Sie verfolgen die Bundesliga seit Jahrzehnten leidenschaftlich und übertragen ihre Spielanalyse ganz selbstverständlich auf die Kapitalmärkte.
Vier Bausteine für unterschiedliche Wetterlagen
Die Investmentexperten ordnen die Positionen im Fonds wie im Fußball vier Bausteinen zu, die jeweils eine Position auf dem Feld spiegeln:
- „Versicherung“ als Torwart – Edelmetalle, CO2-Zertifikate und Unternehmensanleihen sichern ab, wenn es eng wird.
- „Marathon“ als Abwehr – Positionen, die das Portfolio stabilisieren.
- „Themen“ als Mittelfeld – langfristige Trends, die das Spiel gestalten.
- „Unglaublich“ als Sturm – besonders deutliche Unterbewertungen, die den Unterschied machen sollen.
Konkrete Beispiele aus dem Portfolio: Xetra-Gold im Baustein „Versicherung“, die Roche Holding im „Marathon“-Baustein wegen der onkologischen Pipeline, Daldrup & Söhne im „Themen“-Baustein mit Rückenwind durch die Gesetzgebung, und die Deutsche Rohstoff AG im Baustein „Unglaublich“ mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis unter eins.
Der Fall Borussia Dortmund
Wie konkret das gemeint ist, zeigt ein Beispiel aus dem Fußball-Umfeld. Beim Einstieg in die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA im April 2008 rechneten die Investmentexperten Stadionwert (180 Millionen Euro) und Mannschaftswert (60 Millionen Euro) zusammen und zog die Schulden (120 Millionen Euro) ab, das ergab einen Nettowert von 120 Millionen Euro. Der Börsenwert lag zu diesem Zeitpunkt bei nur 60 Millionen Euro. Gleichzeitig lag der Mannschaftswert der Dortmunder laut MB Fund Advisory bei 120 Mio. Euro (Quelle: Transfermarkt.de) mit einem Bilanzansatz von lediglich 60 Millionen Euro. Inzwischen wird der Marktwert auf 530 Millionen Euro taxiert. Die Position war einige Jahre nicht im Portfolio, weil die Corona-Pandemie das Geschäftsmodell massiv negativ beeinflusste. Erst nachdem die Dividendenfähigkeit der Gesellschaft im Jahre 2024 wieder hergestellt war, kam es zu einem zaghaften Positionsaufbau – das Beispiel zeigt sehr gut, nach welcher Logik die Experten bei der Titelauswahl vorgeht.
„Flexibilität ist unser Kompass, Diversifikation unser Anker. So meistern wir die Wellen des Marktes.“
Günstiger als der Markt glaubt
Bei der Titelauswahl schauen die Experten auf Kurs-Gewinn-Verhältnis, Buchwert, Dividendenpolitik und ein verständliches Geschäftsmodell, mit dem Ziel, nicht zu teuer einzukaufen. Ein Beispiel aus dem Rohstoffsegment: Bei der Deutsche Rohstoff AG kaufte das Management bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 2, gestützt auf ein starkes operatives Geschäft und die Beteiligung am Wolfram-Förderer Almonty, die teilweise mehr als die Hälfte der Marktkapitalisierung ausmachte. Auch auf Fondsebene sehen die Geschäftsführer ihre These bestätigt: Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis des Aktienportfolios liegt mit ca. 9,11 deutlich unter dem vergleichbarer Mischfonds (Stand 30. Juni 2026).
Wenn die These nicht mehr trägt
Für MB Fund Advisory ist der Ausstieg ebenso wichtig wie der Einstieg. Bestätigt sich eine These am Markt dauerhaft nicht – etwa weil sich operative Probleme eines Unternehmens als strukturell erweisen –, wird die Position abgebaut, auch wenn der Kurs zwischenzeitlich gestiegen ist. Entscheidend ist die Entwicklung der These, nicht die kurzfristige Kursbewegung. Umgekehrt bauen die Geschäftsführer eine Position gezielt weiter aus, wenn der Markt eine erkannte Unterbewertung zunächst nicht bestätigt und der Kurs niedrig bleibt.
Bewusst abseits des Mainstreams
Der USA-Anteil im Aktienportfolio lag zum 24. August 2026 bei 0 Prozent, deutlich unter dem Gewicht, das globale Indizes den USA derzeit geben. Der Anteil von Small- und Mid-Caps liegt über dem vergleichbarer Mischfonds, mit der Begründung, dass dort weniger Analysten nach Fehlbewertungen suchen und große Fonds dort oft gar nicht investieren können. Der MB Fund Max Global erzielte per 31. Juli 2026 eine annualisierte 5-Jahres-Rendite von +8,26 % p. a. und belegt damit den Prozentrang 5 innerhalb der Morningstar-Peergroup EUR Flexible Allocation – Global.
Fonds: MB Fund Max Global – ISIN LU0230368945
Gesellschaft: MB Fund Advisory GmbH





