20.08.2026

Ein Portfolio kann über Sektoren und Anlageklassen hinweg breit gestreut wirken – und trotzdem in ein und demselben Risiko stecken. Immer öfter heißt dieses Risiko: Künstliche Intelligenz. Was zunächst nach einem Trend im Technologiesektor klingt, hat sich in den vergangenen Monaten still und leise bis in die als besonders sicher geltenden Ecken des Rentenmarkts vorgearbeitet – das US-Investment-Grade-Segment.

Die Entwicklung

Vom Rand in die erste Reihe

Noch im Juli 2025 kamen die großen US-Hyperscaler – allen voran die Technologiekonzerne hinter den führenden KI-Plattformen – im US-Investment-Grade-Index gemeinsam auf einen Anteil von 2,7%. Ein Jahr später, im Juli 2026, liegt dieser Anteil bereits bei 4,8%. Nach Marktschätzungen könnte er bis 2030 auf rund 9% steigen, sollte der kapitalintensive Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur weiter zunehmend über Anleihen statt aus dem laufenden Cashflow finanziert werden.

Quelle: Bloomberg, Apollo Analysis

Foto Dr. Norbert Hagen

Wer heute breit über Sektoren gestreut zu sein glaubt, trägt oft trotzdem eine konzentrierte Wette auf den KI-Boom im Depot – nur eben über verschiedene Umwege.“

Dr. Norbert Hagen, ICM InvestmentBank AG

Die Folgen für die Diversifikation

Wenn ein Thema mehrere Risiken verbindet

Historisch folgten Sektoren wie Technologie, Versorger oder Immobilien unterschiedlichen fundamentalen Treibern. Investment Grade, High Yield und Aktien reagierten in Stressphasen häufig unterschiedlich. Heute verknüpft das Thema Künstliche Intelligenz diese Bereiche zunehmend miteinander: Wer gleichzeitig in Rechenzentrums-Immobilien, Versorger mit Anbindung an Rechenzentren sowie in Technologieanleihen und -aktien investiert ist, trägt de facto ein einziges, konzentriertes Risiko unter mehreren Etiketten.

Echte Diversifikation wird dadurch wertvoller – und zugleich schwerer zu finden. Sie verlangt heute mehr denn je eine bewusste, unabhängige Auswahl abseits der großen, ohnehin schon stark nachgefragten Namen.

Die Positionierung

Chancen abseits des Rampenlichts

Genau hier setzt der Ansatz des Galilei Global Bond Opportunities an. Das hauseigene Rentenhandels-Desk der ICM InvestmentBank AG sucht Chancen dort, wo der KI-getriebene Kapitalstrom noch nicht hingeflossen ist: so z.B. in kleineren, oft unterhalb des Anlegerradars liegenden Emissionen und in ungerateten Anleihen, die von den großen Indizes und passiven Strategien kaum erfasst werden. Im Galilei Global Bond Opportunities UI wird diese Überzeugung umgesetzt – mit einem Mandat, das keinen Ratingeinschränkungen unterliegt und den Fondsmanagern erlaubt, das gesamte Spektrum des Rentenmarkts fundamental zu analysieren, statt sich an der Zusammensetzung großer Indizes zu orientieren.

Foto Dr. Norbert Hagen

Wir kaufen keine Marktkapitalisierung, sondern Bonität und Rendite – bevorzugt dort, wo der große Kapitalstrom noch nicht angekommen ist.“

Dr. Norbert Hagen, ICM InvestmentBank AG

Fazit

Der Aufstieg der Hyperscaler im Investment-Grade-Segment zeigt, wie sehr sich vermeintlich unterschiedliche Risiken inzwischen ähneln können. Für die ICM folgt daraus keine Vermeidung von Chancen, sondern eine bewusste Verlagerung: weg von der Konzentration auf wenige große, stark nachgefragte Emittenten – hin zu einer breiteren, unabhängig analysierten Auswahl an Anleihen, in der die erfahrenen Kapitalmarktexperten den größeren Mehrwert für ihre Anleger sehen.

 


Fonds: Galilei Global Bond Opportunities UI * ISIN DE000A3DD937
Gesellschaft: ICM Investmentbank AG


zur Boutique zur Newsübersicht