12.06.2022

Der Small Cap (oder ‚Size‘-Effekt) ist vielfach wissenschaftlich nachgewiesen und beschreibt die Überrendite von Aktien kleiner Unternehmen gegenüber den Aktien großer Unternehmen. Allerdings erzielen Small Caps nicht zu jeder Zeit eine Überrendite gegenüber Large Caps, woraus sich aktuell Chancen im Gesundheitsbereich bieten.
Große börsennotierte Gesundheitsfirmen (Large Cap Health Care) haben vom 31.12.2020 bis 31.05.2022 ca. 27% an Wert gewonnen, während ihre mittelgroßen und kleinen Pendants (Mid/Small Cap Health Care) im gleichen Zeitraum ca. 37% an Wert verloren – gut sichtbar in der nachstehenden Grafik.

Ein Unterschied von erstaunlichen 64% in nur 17 Monaten. Diese sehr große Diskrepanz ist fundamental kaum zu erklären, denn die tatsächliche operative Entwicklung der mittelgroßen und kleinen Firmen im Gesundheitssektor ist wesentlich besser als deren Kursentwicklung.

Quelle: Refinitiv / nova funds

Die gute Nachricht ist, dass sich die geschilderte sehr weit geöffnete Schere wieder schließen wird. Dieses fundamental kaum begründete Phänomen, das nunmehr schon über 1 Jahr besteht, wird nicht unbegrenzt lange fortbestehen können. Das unvermeidbare Schließen der Schere bedeutet Downside-Potenzial für die Large Caps und Upside-Potenzial für die mittelgroßen und kleinen Gesundheitsstitel.

Kein marktweites Phänomen

Doch wie sieht die Entwicklung in den anderen 10 Börsensektoren aus? Diese zeigt die folgende Tabelle, Betrachtungszeitraum ist ebenfalls der 31.12.2020 bis 31.05.2022.


Quelle: Refinitiv / nova funds

Wenig überraschend entwickelten sich in allen Sektoren die Mid/Small Caps anders als die Large Caps. Den Gesundheitssektor einmal außen vor gelassen, reicht das Spektrum vom Sektor Consumer Discretionary (Konsumgüter), in dem sich die Mid/Small Caps (+11%) um 11%-Punkte besser entwickelten als die Large Caps (+/- 0%), bis zum Sektor Technology, in dem sich die Mid/Small Caps mit einem Verlust von 4% um 24%-Punkte schlechter entwickelten als die Large Caps (+19%).

Anomalie im Gesundheitssektor

Im Gesundheitssektor entwickelten sich Mid/Small Caps, wie auch in obiger Grafik gezeigt, um enorme 63%-Punkte schlechter (-37%) als ihre großen Pendants (+27%). Bei dieser extremen Diskrepanz handelt es sich ganz klar um eine Anomalie. Diese Anomalie ist unbegründet und stellt aus Expertensicht ein primär börsengetriebenes und kein fundamental getriebenes Phänomen dar.

Während sich Mid/Small Caps im allgemeinen natürlich nicht identisch, sondern anders entwickeln als Large Caps, ist das Ausmaß dieser aktuellen Diskrepanz im Gesundheitssektor frappierend. In keinem anderen der insgesamt 11 Sektoren ist die Diskrepanz so groß. Auch historisch betrachtet, existierte im Gesundheitssektor bisher keine derart große Diskrepanz.

Fonds, die in wachstumsstarke (und schwankungsarme) Geschäftsmodelle investieren, sind implizit vor allem bei mittelgroßen Firmen engagiert, die im rot dargestellten Index (Russell 2000 Healthcare) enthalten sind. Im Gegensatz dazu investiert der Fonds kaum in die großen Titel, die im Large Cap-Index Russell 1000 Healthcare (blau) enthalten sind.

Fazit

Die schon seit über 1 Jahr bestehende Anomalie wird nicht unbegrenzt fortbestehen, die Schere wird sich schließen. Die Kurse der Large Caps dürften eher nachgeben, die der Mid/Small Caps werden sich deutlich erholen, da sind sich die Branchenexperten der nova funds GmbH sicher. Ein guter Einstiegszeitpunkt?

 

Die Strategie des Fonds nova Steady HealthCare ist es, breit diversifiziert Aktien von Unternehmen aus dem unverzichtbaren Gesundheitsbereich zu allokieren. Dabei setzt das Management auch und gerade auf die von typischen Gesundheitsaktienfonds neben den Bereichen Biotech und Pharma eher vernachlässigten, anderen acht Subindustrien. Hier finden sich zahlreiche wachstumsstarke Gesellschaften mit schwankungsarmen Aktien.

 


Fonds: nova Steady HealthCare – ISIN DE000A1145H4 / DE000A1145J0
Gesellschaft: nova funds GmbH


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