22.06.2020

Aktuell stehen Biotech- und Pharmaunternehmen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, da einige von ihnen an Impfstoffen oder Medikamenten im Kampf gegen das Coronavirus forschen. Ihre Aktienkurse haben zum Teil bereits schwindelerregende Höhen erreicht. Sicher ist aber auch, dass es ebenso schnell wieder abwärts damit gehen wird, falls sich die Hoffnungen auf einen Durchbruch für die jeweilige Gesellschaft in Luft auflösen.

Die Münchner nova funds GmbH geht bewusst keine derartigen riskanten Wetten ein, sondern setzt stattdessen auf  eine ganze Reihe von Unternehmen aus den anderen acht Subindustrien des weltweiten Gesundheitssektors, die von den langfristigen Auswirkungen der aktuellen Pandemie profitieren werden.

Der US-Gesundheitsgroßhändler AdaptHealth versorgt den US-Gesundheitsmarkt mit langlebigen Medizintechnikprodukten. Er verleiht z.B. Beatmungsgeräte, die zur akuten Behandlung von Corona Patienten im Krankenhaus aber auch zur Behandlung von Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen (Schlafapnoe) eingesetzt werden können. Auch Sauerstoffgeräte, Rollstühle und medizinische Verbrauchsgüter, die zum Einsatz der vorgenannten medizinischen Gerätschaften benötigt werden, können über AdaptHealth bezogen werden.  Der mit Mieteinnahmen und Verbrauchsgütern erwirtschaftete Umsatz macht ca. 90% des Gesamtumsatzes von AdaptHealth aus, und ist weitestgehend konjunkturunabhängig.

Eine weiteres Investmentbeispiel ist das französische Diagnostikunternehmen Biomerieux. Biomerieux bietet eine Vielzahl an molekulardiagnostischen Tests an, unter anderem zur Diagnose des Coronavirus. Das großangelegte und wiederholte Testen auf COVID-19 wird in der Zukunft ein Bestandteil unseres Lebensalltages werden. Auch Großunternehmen denken jetzt darüber nach, wie sie ihre Belegschaft regelmäßig testen können, um einen geregelten Betriebsablauf sicherzustellen. Biomerieux dürfte sich somit über Jahre hinweg einer konstanten Nachfrage nach diagnostischen Tests erfreuen.

Auch Telemedizinlösungen treten verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses. Die Telemedizin ermöglicht es, wie jetzt im Falle einer Pandemie, dafür geeignete Patienten aus der Ferne zu diagnostizieren und eine Weiterverbreitung von Erkrankungen durch den direkten Kontakt zu vermeiden. Die Telemedizin ermöglicht zudem auch durch verschlankte Arbeitsabläufe, Kosten im Gesundheitssektor einzusparen. Als Beispiel für einen solchen in Deutschland beheimateten Anbieter von Praxissoftware und Telemedizin, sei z.B. die Koblenzer CompuGroup Medical genannt.

Schon in der Vergangenheit zeigten die anderen Gesundheits-Subsektoren ein höheres Wachstum als die Bereiche Pharma und Biotech. Angesichts der im Zuge der Corona-Pandemie gereiften Erkenntnis der Systemrelevanz des Gesundheitssektors dürfte diese Tendenz langfristig anhalten und ‘gesündere’ Kurschancen eröffnen als kurzfristige Strohfeuer der Aktienkurse bei Forschungsfortschritten vereinzelter Unternehmen.


Fonds: nova Steady HealthCare – ISIN DE000A1145H4 / DE000A1145J0


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