06.10.2020

Obwohl oftmals Impfstoffentwickler als diejenigen Unternehmen genannt werden, die an erster Stelle der Bekämpfung der Coronavirus Pandemie stehen, tragen eine ganze Reihe weiterer Unternehmen dazu bei, diese Impfdosen in großen Mengen herzustellen, abzupacken und zu transportieren, um sie dann schnellstmöglich und sicher dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden.

“Hacken und Schaufeln”

Der in Göttingen ansässige Pharma- und Laborzulieferer Sartorius stellt zum Beispiel Fermenter (auch Bioreaktoren genannt) her, die dazu dienen, medizinische Produkte der Biotechnologie herzustellen. Hierzu gehören therapeutische Wirkstoffe und moderne Insuline, aber auch Impfstoffe. Um die Produktionskapazitäten für Coronavirus-Impfstoffe auszuweiten, sind die Geräte und Anlagen von Sartorius zurzeit über das Normalmaß hinaus gefragt und der Auftragsbestand auf neue Höchststände angestiegen. Dabei profitiert Sartorius nicht nur von der Einmalnachfrage für zusätzliche Fermenter, sondern auch von der wiederkehrenden Nachfrage für Verbrauchsmaterialien zum Betrieb der Bioreaktoren.

Auftragsherstellung und Sterilisierung

Aber nicht nur Unternehmen, die die Werkbank zur Herstellung potenzieller Coronavirus-Impfstoffe liefern, sind in der Krise stark gefragt, sondern auch die medizinischen Auftragshersteller, wie z.B. die schweizer Lonza, die mit dem Biotechnologieunternehmen Moderna kooperiert bzw. die amerikanische Catalent, die mit dem US-Pharmakonzern Johnson & Johnson zusammenarbeitet. Lonza und Moderna übernehmen hierbei die Herstellung der Impfstoffe im großen Stil. Impfstoffe müssen zudem auch in sterilisierte Glasampullen abgefüllt werden. Die Auftragssterilisierung übernimmt hierbei z.B. die amerikanische Steris, währenddessen Glasampullen von Gerresheimer hergestellt werden.

Transport

Zu guter Letzt müssen die abgepackten Impfstoffdosen sicher in die Arztpraxen transportiert werden. D.h. die Distribution von gefälschten Impfstoffen, wie auch durch unsachgemäßen Transport (da z.B. die Kühlkette unterbrochen wurde) unwirksam gewordenem Wirkstoff, muss unterbunden werden. Hierzu werden eine große Anzahl weltweit operierender Logistikunternehmen benötigt, aber auch Pharmagroßhändler mit ihren Fachkenntnissen in der Medikamentendistribution spielen eine wichtige Rolle. In den USA nimmt diese Aufgabe z.B. der weltweit größte Pharmagrosshändler McKesson wahr. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele regionale Medikamentengroßhändler eine wichtige Rolle in der Auslieferung von Impfstoffen spielen werden.

Fazit

Die starke Fokussierung der Medien auf die potenziell erfolgreichen Impfstoffhersteller ist zwar nachvollziehbar, die sich im Rahmen der klinischen Entwicklung aber immer wieder einstellenden Fehlschläge (mangelnde Sicherheit oder Wirksamkeit) scheinen in der momentanen Euphorie aber eher ausgeblendet zu werden.

Der nova Steady Health Care ist daher unter anderem auch in die Aktien der vorstehend beschriebenen Sartorius und Steris investiert. Die Strategie des Fonds ist, Aktien von Unternehmen aus dem unverzichtbaren Gesundheitsbereich zu allokieren, die nicht aus den gehypten Subsektoren Biotech und Pharma stammen. Die von typischen Gesundheitsaktienfonds zu Unrecht eher vernachlässigten, anderen acht Subindustrien bieten ein weites Feld mit wachstumsstarken Gesellschaften, aus denen die Anlageexperten der nova funds GmbH ein ausgewogenes Portfolio zusammenstellen.

 


Fonds: nova Steady HealthCare – ISIN DE000A1145H4 / DE000A1145J0

Gesellschaft: nova funds GmbH


zur Boutique zur Newsübersicht