13.10.2021

Erstmals seit der Finanzkrise ist die Nettoveränderung beim Volumen von Investment Grade Unternehmensanleihen negativ. Dies zeigt, dass es für Investoren immer schwieriger wird, in Unternehmenskredite mit besten Bonitäten zu investieren – und das noch zu aktuell sehr bescheidenen Renditen, bei denen man für das eingegangene Risiko nicht angemessen bezahlt wird.

 

 

Das sogenannte ’negative Nettoangebot‘ ist das Ergebnis der anhaltenden Stimulierung durch die Zentralbanken in einer Zeit, in der die Unternehmen nach der Schuldenexplosion von 2020 nur einen begrenzten Finanzierungsbedarf haben. Die Unternehmen im Euroraum haben während der Pandemie ihre Barreserven aufgestockt und verfügen nun über rekordhohe Einlagen bei Banken. Das Bruttoangebot an Euro-Nichtfinanzanleihen ist nach Angaben von Bloomberg im Jahresvergleich um 42 % gesunken.

Aufgrund des von den Zentralbanken avisierten sehr vorsichtigen Zurückfahrens der Anleihekäufe ist hier auch kurzfristig keine Entspannung zu erwarten. Aber selbst wenn die Verfügbarkeit von Unternehmensanleihen wieder zunehmen würde, wäre eine breite Diversifikation in einem Investment Grade Portfolio ohne eine anhaltende Trendumkehr bei der Angebot- und Nachfragesituation auch weiterhin nicht möglich. Eine kurz- oder mittelfristige grundlegende Veränderung ist aber auch deshalb unwahrscheinlich, da das erwartete Produktionswachstum von den meisten Unternehmen vorerst weiter ohne zusätzliche Aufnahme von Fremdkapital realisiert werden kann.

Die smarte Alternative

Nicht verwunderlich ist vor diesem Hintergrund, dass gebündelte Unternehmenskredite (‚CLOs‘) derzeit auf steigendes Interesse bei Marktteilnehmern stoßen, die sich diese sehr sicheren Investmentmöglichkeiten in der Vergangenheit kaum angesehen haben.
Zu deutlich sind aber aktuell die Vorteile, die diese mit sich bringen:

  • breiteste Diversifikation über Schuldner, Branchen und Länder hinweg
  • steigendes Angebot in einem weiter wachsenden Markt
  • attraktive Renditen (aktuelle Indikationen: AAA 1,3% – BBB 3,5%)
  • Floater-Eigenschaft, die Investoren auch von steigenden Zinsen profitieren lässt
  • und nicht zuletzt die außerordentliche Sicherheit dieser börsennotierten Papiere, die Anlegern in den vergangenen 20 Jahren keinerlei Verluste gebracht haben
  • und sich auch dadurch von Unternehmensanleihen positiv absetzen können.

Zusätzliche Sicherheit und gesteigerte Renditen lassen sich durch den Einsatz auf dieses Marktsegment spezialisierter, professionell gemanagter Investmentfonds erzielen, bei denen Marktexperten ihr in langen Jahren erworbenes KnowHow in die Waagschale werfen, um Opportunitäten zu nutzen und auf der anderen Seite Risiken zu minieren.
 

 

Positiver Ausblick bei beiden Zins-Szenarien

Sollten die Zinswende einkehren so dürften die CLO Papiere durch ihren Floating Rate Charakter davon profitieren. Durch das Momentum und die Knappheit von anderen Floating Rate Anleihen mit Diversifikation im Unternehmenskreditbereich sollten weitere Investoren auf CLOs aufmerksam werden. Das sollte den Markt insbesondere im Investment Grade CLO Bereich stützen.
Aber auch im Fall von weiterhin niedrigen bzw. negativen Zinsen wird der Kaufdruck auf CLOs anhalten da Investoren ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen müssen, so wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen. Auch Investoren, die einen realen Kapitalerhalt zum Ziel haben, aber auch Family Offices dürften verstärkt in hochwertige CLOs investieren.

 

„Das Verlängern der Laufzeiten und das Akzeptieren ungenügender Bonitäten im Fixed Income Bereich ist weder sinnvoll noch alternativlos.“
Jürgen Nott, Geschäftsführer Infinigon GmbH

Fonds:
Infinigon Investmentgrade CLO Fonds – ISIN DE000A1T6FY8
Infinigon High Grade CLO Fonds – ISIN DE000A2PF0Q5

Gesellschaft: Infinigon GmbH


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