30.07.2021

 

 

Andreas Böger

Senior Fund Manager
Impact Asset Management GmbH

 

Herr Böger, zuerst einmal zu Ihrer Gesellschaft. Der Name Impact Asset Management ist am Markt noch nicht so bekannt, denn es gibt ihn erst seit Kurzem?

Ja, Sie haben recht, aber dabei handelt es sich nur um den Namen, den wir seit Juni diesen Jahres tragen. Die Gesellschaft gibt es schon sehr viel länger und sie ist besser bekannt als C-QUADRAT Asset Management. Die Umbenennung unterstreicht unsere Stellung in der C-QUADRAT Gruppe als der führende Anbieter nachhaltiger Produkte. Die entsprechende Umbenennung der Fonds wird in Kürze erfolgen.

Das ist dann wohl auch die Besonderheit des von Ihnen gemanagten Fonds? Oder wie unterscheidet er sich von den vielen anderen vermögensverwaltenden Mischfonds am Markt?

Wir setzen den Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und aktives Risikomanagement. Der C-QUADRAT GreenStars ESG punktet mit seiner Kombination aus erstklassiger Performance und führenden Nachhaltig­keits­standards.

Lassen Sie uns etwas ins Detail gehen, denn gerade bei ESG-Fonds gibt es ja sehr verschiedene Ansätze. Wie gehen Sie an dieses Thema heran?

Wir verfolgen eine vollständige ESG-Integration, sie ist komplementär zu der klassischen Unternehmens­analyse. Wir schließen bestimmte Branchentätigkeiten aus, bevorzugen über den Best-in-Class Ansatz die Unternehmen mit der höchsten ESG-Qualität und treten auch aktiv in den Dialog, um Verbesserungen im ESG-Bereich zu bewirken.

Sind die Unternehmen, die Sie bei einem Best in Class-Ansatz herausfiltern, nicht auch oftmals die teuersten Unternehmen der Branche? Wie wägen Sie hier ab?

Qualität hat ihren Preis, das betrifft alle Bereiche der Unternehmenstätigkeit. Im Gegenzug können wir stabilere Portfolios mit soliden Unternehmen bauen und Risiko und Ertrag optimal aufeinander abstimmen.

Sie managen einen Mischfonds, da interessiert die Anleger natürlich, ob Sie sich bei den ESG-Kriterien nur auf den Aktienbereich konzentrieren oder vergleichbare Maßstäbe auch bei den Anleihen anwenden?

Die ESG-Kriterien werden auf Unternehmensebene geprüft und entsprechend sowohl bei Aktien, als auch bei Anleihen angewandt.

Können Sie mir bitte einen etwas tieferen Einblick in Ihren Investmentprozess geben?

Wie beschrieben setzen wir den Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und aktives Risikomanagement. Aus fundamentaler Sicht ergibt sich dadurch ein Schwerpunkt bei Blue-Chip-Unternehmen, wobei qualitativ hochwertige Gesellschaften bevorzugt werden. Die ESG-Integration ist komplementär und trägt dazu bei, die Gesamtperformance durch Risikoreduktion positiv zu beeinflussen. Das aktive Risikomanagement trägt dazu bei, das Risiko und den Ertrag aufeinander abzustimmen und zu optimieren.

Sie haben mit Ihrem Anlagekonzept eine sehr gute Wertentwicklung erzielt. Was machen Sie anders als andere bzw. wie erzielen Sie Alpha?

Letztendlich hat unsere Grundausrichtung und unser aktives Risikomanagement über die Jahre den entscheidenden Unterschied bewirkt. Verschiedene Merkmale sprechen für stabilere Portfolios unserer Strategie: Wir halten eher große Unternehmen, mit geringerer Verschuldung, stabileren Bilanzen und konstantem Wachstum. Aufgrund der ESG-Qualität werden Reputations-, Betriebs- und Finanzrisiken tendenziell reduziert. Diese Unternehmensauswahl wird komplementiert durch die taktische Allokation, bei der die verschiedenen Investmentquoten je nach Marktbedingung angepasst werden.

Viele Anleger sind verunsichert angesichts der Vielzahl an ESG-Konzepten im Markt, die sicherlich nicht alle ernst gemeint und/oder professionell gemacht sind. Haben Sie einen Tipp, wie man seriöse Konzepte erkennen kann?

Ein guter Indikator ist, wie lange die Gesellschaft bereits nachhaltig investiert und welche unabhängigen Ratingagenturen die Tätigkeit prüfen. Wir haben bereits 2006 einen Mikrofinanzfonds lanciert, das vorliegende Mischfonds-Produkt wird seit seiner Auflage in 2013 nach Nachhaltigkeitskriterien verwaltet. Wir erhalten Top-Noten bei Morningstar / Sustainalytics und MSCI ESG Research und werden jährlich für das FNG-Siegel auditiert.

Für welche Investoren bietet Ihr Fonds eine Lösung – aber gegebenenfalls welche Anleger hätten Sie gar nicht so gerne?

Der Mindestanlagezeitraum sollte 3 bis 5 Jahre sein, in diesem Zeitrahmen zeigt unser Konzept bereits sehr gute Ergebnisse. Für kurzfristig orientierte und spekulative Trader eignet sich das ESG-Thema nicht und auch unser Fonds ist dann nicht das richtige Investment.

Quelle: Morningstar, Stand 30.06.2021. C-Quadrat GreenStars im Vergleich zur Morningstar Peergroup seit Auflage am 02.12.2013. Zur Ermittlung der Performance wurden monatliche Stichtage zu Grunde gelegt. Sie stellt die bid-to-bid Bruttorendite in Euro dar und berücksichtigt weder Steuern noch den Effekt von Ausgabeaufschlägen. Jegliches Einkommen wurde zum Ex-Dividenden-Datum reinvestiert.

 

Wie halten Sie Ihre Anleger informiert?

Unter anderem mit den monatlichen Factsheets und aktuellen Managementkommentaren, die wir auf unserer Website https://www.impact-am.eu/  veröffentlichen. Wir stellen dort auch den vollständigen Investmentprozess zur Verfügung und berichten regelmäßig über die Details der ESG-Qualität des Portfolios.  Insbesondere unsere Kollegen aus der Niederlassung in Frankfurt stehen aber natürlich auch für den direkten Kontakt gerne zur Verfügung.


Fonds:               C-Quadrat GreenStars ESG (ISIN AT0000A12G92 (S) / AT0000A1YH49 (I) / AT0000A1YH23 (R))
Gesellschaft:    Impact Asset Management GmbH


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