23.05.2022

Der globale, flexible und nachhaltig investierende Mischfonds I-AM GreenStars Opportunities war mit seiner relativ hohen Gewichtung von Aktien seit Auflage in 2013 sehr erfolgreich, wie u.a. das Morningstar Spitzenrating von 5 Sternen zeigt. Seine neutrale Asset Allocation Positionierung liegt bei beachtlichen 70% Aktienanteil und das Management legt Wert auf eine ‚ruhige Hand‘ bei Portfolio-Anpassungen.
Vor diesem Hintergrund haben wir dem zuständigen Fondsmanager Andreas Böger von der Impact Asset Management GmbH nachstehend einige Fragen zum umgesetzten Risikomanagement-Ansatz gestellt.

Zu den Charakteristika Ihres flexiblen Mischfonds I-AM GreenStars Opportunities gehört auch das aktive Risikomanagement. Wie steuern Sie die Risiken konkret aus?

Wir sagen immer, dass gutes Risikomanagement vor dem Kauf der Wertpapiere beginnt, damit auch unerwartete Wendungen gemeistert werden können. Wir setzen dabei auf unser strategisches Weltbild (richtige Einordnung der makroökonomischen Lage), sorgfältige Wertpapierauswahl (qualitativ hochwertige Titel), ausreichende Diversifikation (über möglichst viele Risikofaktoren) und letztendlich eine taktische Quotensteuerung (hier vor allem die flexible Anpassung der Aktienquote).

Wie haben Sie beispielsweise das Frühjahr 2020 gemeistert, als die Kurse weltweit Corona-bedingt auf Talfahrt gingen?

Die erwähnte Marktphase ist eine gute Illustration unserer Vorgehensweise. Im Jahr 2019 hatten wir unsere Aktienquote nahezu voll ausgeschöpft, im Jahresverlauf häuften sich aber die Hinweise auf eine sich anbahnende Krise, allen voran durch die hartnäckig fallenden Zinsniveaus. In der Folge senkten wir ab Ende 2019 unsere Aktienquote auf ca. 65% ab und kauften vor allem währungsgesicherte USD Anleihen hochwertiger Emittenten und mit langer Duration. Bei den verbleibenden Aktien verstärkten wir unseren Fokus auf die Qualität. Sowohl das Anleihen-, als auch das Aktienportfolio entwickelten sich in der Folge im relativen Vergleich sehr gut, die Titelauswahl ergänzte die taktischen Anpassungen zur Jahreswende. In der eigentlichen Krise mussten wir kaum handeln.

Wie positionieren Sie sich im aktuell schwierigen Marktumfeld?

Weiter setzen wir auf Qualität bei unserer Unternehmensauswahl und auf die ruhige Hand im Portfolio Management. Es ist als Anleger sehr einfach, von den jüngsten Tagesmeldungen mitgerissen zu werden. Ob Verwerfungen durch die Pandemie, Inflation, Zinsanstiege oder Geopolitik, es mangelt nie an Krisen. In diesem Umfeld ist es umso wichtiger, Unternehmen zu bevorzugen, die sich flexibel an verschiedene Marktlagen anpassen können und damit weniger abhängig von Wirtschaftszyklen sind. Wir lassen die Qualität für uns arbeiten und sind damit in den vergangenen Jahren sehr gut gefahren.

Welche Rolle spielen Absicherungsinstrumente generell und zurzeit?

Um aktive Verkäufe im Portfolio zu reduzieren, setzen wir Index-Derivate wie Put Optionen und Futures ein – sofern wir die Aktienquote mit Derivaten absenken wollen. In der aktuellen Phase haben wir nur maßvolle Anpassungen vorgenommen, um das Risiko des Portfolios den Rahmenbedingungen etwas besser anzupassen. Die Aktienquote wurde etwas unter unsere Neutralallokation von 70% reduziert und in der Unternehmensauswahl haben wir die eher defensiven Qualitätsaktien ausgebaut.

 

„Die richtige Aktienauswahl macht hektische Korrekturen an der Asset Allocation in Krisenzeiten unnötig.“
Andreas Böger, Senior Fund Manager

 


Fonds:               I-AM GreenStars Opportunities(ISIN AT0000A12G92 (S) / AT0000A1YH49 (I) / AT0000A1YH23 (R))
Gesellschaft:    Impact Asset Management GmbH


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