22.01.2020

Unglaublich meinen Sie? Im Zeitalter der Negativzinsen ist so ein, zugegeben, bisher hypothetischer und irgendwie bizarr anmutender Dialog zwischen Bankberater und Kunde gar nicht mehr undenkbar.

So drangen am vergangenen Dienstag anlässlich der Bekanntgabe der Jahresergebnisse 2019 einer großen, vor allem vermögensverwaltenden, Schweizer Bank Überlegungen des Managements an die Öffentlichkeit, nicht mehr unter Aufbietung aller Kräfte neue Anlegergelder einzuwerben, sondern diese nur anzunehmen, wenn der Kunde auch tatsächlich investieren will.

Der Hintergrund dafür ist so klar wie einfach: Geld, das ein Kunde auf einem Konto liegen lässt (aus welchen Gründen auch immer), kostet eine Bank heutzutage wiederum bares Geld, wenn sie diese Einlage an die Zentralbank weiterleiten muss und nicht anderweitig, z.B. durch die Vergabe von Krediten, ertragsbringend verwenden kann. Die dabei entstehenden Kosten werden in Form von Negativzinsen an den investitionsunwilligen Kunden weitergereicht.

Dass Kunden gebeten wurden die Bank zu verlassen, nur weil sie zu viel Geld auf ihrem Konto haben, ist bisher wohl noch nicht vorgekommen. Aber Negativzinsen auf Guthaben hat vor noch gar nicht allzu langer Zeit auch kaum jemand für möglich gehalten…
Banken, die ihre Kunden bisher nicht mit den geschilderten Strafzinsen belasten, unternehmen insbesondere zu wichtigen Stichtagen große Anstrengungen,  Geldbeträge von Girokonten zumindest vorübergehend ‘loszuwerden’.

Kurzlaufende Anleihen könnten eine Alternative sein, um einem „Rauswurf“ bei der Depotbank zu entgehen. Hierbei sollte man allerdings schon abseits der ausgetretenen Pfade suchen. Denn auch der Euro-Anleihenmarkt kennt Negativrenditen, selbst bei längeren Laufzeiten. Und ein mehr oder weniger bedeutsames Ausfallrisiko des Schuldners kommt hier noch hinzu.

Anlageexperten setzen daher auf ausgewählte internationale Kurzläufer-Anleihenfonds.

Der Rücklagenfonds der BPM investiert in internationale, kurzlaufende Anleihen mit einer Laufzeit von maximal 5 Jahren aus dem Investment Grade-Bereich. Zins- und mögliche Wechselkursschwankungen werden durch Sicherungsgeschäfte minimiert. Ein wirklich globales Investmentuniversum hilft dabei, der Enge des überkauften europäischen Anleihemarktes zu entkommen. Die erklärten Ziele sind, den Interbanken-Zinssatz (3-M-EURIBOR) um 1,00% nach Kosten zu übertreffen und eine Volatilität von max. 2% nicht zu überschreiten.

 


Fonds: Rücklagenfonds – ISIN DE000A1J67R2 (I) / DE000A1JRP89 (R) / DE000A2JF832 (I – USD)


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